DOMINIC GOINS

Dominic Goins ist im Besitz einer speziellen Kraft. Er kann Business und Menschlichkeit skalieren, gleichzeitig. 20 Jahre lang entwickelte er diese Gabe im Einzelhandel und bei den Marken Versace, Drykorn, Value Retail und Armani. Dem Karl Lagerfeld Label bescherte sie einen beachtlichen Booster, der das Retail Geschäft global explodieren ließ. Mit derselben Energie hat der Visionär und Herzwerker heute Großes vor.

Aus der Vogelperspektive lässt es sich gut in die Ferne sehen. Bei so einem, in die Weite gerichteten Blick, stolpert man schon mal über das Naheliegende. Gern über die eigenen Füße oder auch die von Anderen. Nicht so Dominic Goins. Seine Persönlichkeit entspricht nicht der eines flatterhaften Menschen ohne Bodenhaftung. Man kann ihn auch nicht mit der Sorte Genie verwechseln, deren Vision den Menschen nur noch als verschwommene Kontur wahrnimmt. Seine ruhige und fast sanfte Stimme ist klar und präsent. Er muss sie nicht unnötig auf laut stellen. Man hört ihm gerne zu. Das freundliche Gesicht sieht einen direkt und offen an. Seine Körpersprache verrät eine Feinheit, die angenehm auffällt. Fest steht: er ist keiner, der stolpert.

Die ihn kennen, wissen wozu der Mann mit der angenehmen Erscheinung fähig ist. Benjamin Dietz, sein Kollege, Weggefährte und Freund bei Karl Lagerfeld beschreibt es so: „Dominic ist als Senior Retail Manager und Head of Outlet immer schon extrem visionär gewesen. Seine ganz eigene Energie hat das Team immer zu Höchstleistungen angetrieben.“ Er verbindet Vision und Mensch zu einer umsetzungsstarken Einheit. Diese spezielle Fähigkeit ist das Rohstofflager für jeden potenziellen Erfolg. Dominic Goins war einer der wichtigsten Auslöser für die explosionsartige Ausbreitung der Karl Lagerfeld Outlets, die das Label zu einer europaweiten Retailgröße machten. Jetzt geht es Dominic Goins um eine ganz besondere Herzensangelegenheit. Zusammen mit Benjamin Dietz, Senior Manager VM Windows & Creatives Global bei Karl Lagerfeld und dem Unternehmer Markus Tirmann, der mit seiner Firma den europaweiten Ausbau der Karl Lagerfeld Läden umsetzt, wollen die drei Herzwerker jetzt eine Bewegung gründen.

Sie fängt mit dem „Unboxing“ von Markus Tirmanns Genius an. Wie Dominic und Benjamin hat auch er die Erfahrung durchgemacht: Wo Orientierungsverlust entsteht, muss sich etwas ändern. Ein innerer Kompass ist unverzichtbar. Besonders wenn man sich exzessiv durch die Welt bewegt, Berge versetzt und nicht weiß, wo man gerade aufwacht. Es ist Dominic Goins, der das glasklar erkennt. Er ruft Markus an. Und zeigt ihm auf, dass er sich ausbeutet und gleichzeitig sein eigenes Potenzial nicht ausschöpft. In einem langen Text rät er ihm zu einer besseren Selbstvermarktung. Markus Tirmann nimmt sich das zu Herzen und fängt bei seinem Namen an: Markus. „mark us“ wird sein Motto.

Mit „mark us“ will Tirmann diejenigen markieren, die so etwas wie eine „Human Connection“ haben, eine Menschlichkeit ausstrahlen, ihn damit anlachen. Diese „Human Connection“ soll eine zunehmend verrohende Corporate World im Sturm mit Herz erwärmen.

Ein reger Austausch folgt und daraus Heart on Point. Der Name bringt die spezielle Kraft von Dominic Goins, eine Vision mit Menschlichkeit zu verbinden, auf den Punkt. Wer den Heart on Point anwendet, potenziert Menschlichkeit mit dem gemeinsam angestrebten Geschäft. Das Heart on Point Prinzip erstarrt zum reinen Selbstbildnis und verliert seine magische Wirkung, wenn es nur einmal erfolgreich angewendet wird. Das Heart on Point Prinzip muss immer wieder eingelöst werden. Dominic ist der perfekte Vermittler. Eine vernetzte Heart on Point Gemeinschaft lebt jeden Tag die Synthese aus Menschlichkeit, Verstand und Leistungsbereitschaft. Daraus entstehen die Wertegemeinschaft und aus dieser „Value Community“ heraus Höchstleistungen. Dieser Mehrwert kann sich nur aus diesem Zusammenspiel ergeben. So wie Aristoteles schon wusste: „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“.

Menschlichkeit mit dem Herz am rechten Fleck und Erfolg mit Leistung sind in dieser Gemeinschaft keine Gegensatz- sondern Ergänzungspaare. „Das ist ein bisschen so wie bei meiner Großmutter“, erinnert er sich schmunzelnd, „Die hat sich immer für alle aufgeopfert und uns gleichzeitig klare Wegweiser mit dem Kochlöffel gegeben“.

Der Kochlöffel kommt aus einer fernen

Zeit mit anderen Werte- und Handlungsparametern. Aber in seiner kurzen Erzählung schimmert das zeitlos Menschliche der 91 Jahre alten Großmutter durch. „Sie hat sich so lange selber aufgearbeitet bis es uns auch wirklich allen gut ging“. Dominic Goins weicht jede mögliche Mauer auf, wenn er das erzählt. Er wurde als Sohn eines GI in Unterwittbach in der Nähe von Würzburg geboren. Dort wuchs er in ländlicher Umgebung mit Schafen, Hühner, Forellenzucht und selbstgebackenem Brot auf.

Aus dieser Gegend startet der 16-Jährige in den Einzelhandel. Dort lernt er alle Grundlagen und es wird eine der lehrreichsten Zeiten seines Lebens. Seine damalige Chefin zeigt ihm von Anfang an wo der Bertl den Most holt. Bevorzugt abends nach der Arbeit, ruft sie ihn noch zu sich, legt ihm die Kassenbons vor die Nase und die Videos mit den Kundenaufnahmen des Tages vor die Augen. Die Differenz der Bons und der Kunden, die sich im Laden aufhielten, ist zu groß. Die Conversion Rate stimmt nicht, wie man heute sagt. Ihre Botschaft: Jeder Mensch bietet eine Chance. Dominic sieht in dem Menschen noch mehr. Er erkennt, dass sich das wahre Potenzial des Erfolgs aus der menschlichen Interaktion dann öffnet, wenn sie beiden Seiten Spaß macht. Seine ganze Laufbahn wird er mit dieser Erkenntnis auf die Menschen zugehen und sie mit seiner Begeisterung anstecken.

Zu dem Jeansladen in Wertheim gehörten auch Geschäfte, die Wäsche und Nachtwäsche anboten. Dominic verkauft Denims an jung und alt, an Großmütter Schlüpfer, füllt die Lager auf, kümmert sich um Logistik und Verkauf. Dann leistet er den Zivildienst ab. Sein Vater, obwohl Berufssoldat, unterstützt diese Entscheidung. Nach der Erfahrung der speziellen Kennzahlenmethode seiner Chefin, dem Erfolgsdruck und dem Mädchen für alles, hat er keine Lust mehr auf den Einzelhandel. Aber der Mann ist ein Kommunikationsgenie und es zieht ihn zurück zu den Menschen. Auf eine Anzeige von Versace hin, startet er dann im Wertheim Village durch. 

Dominic wird eins mit sich und der Welt. Als erster Verkäufer und Supervisor „vibt“ er mit den Kunden und fliegt förmlich mit seinem Team durch die Verkaufsräume. Weiter bis heute. Der damalige Drykorn Geschäftsführer Gerit Voss wirbt ihn ab. Dominic lernt Showroom, Vertrieb, Messen und das Wholesale Business kennen. Der Menschenkontakt auf der Bread and Butter lässt ihn aufblühen und spornt ihn zu Höchstleistungen an. Der Betreiber des Wertheim Village wird auf ihn aufmerksam und wirbt ihn für sein anderes Geschäft ab. Das Ingolstadt Village. Dieses steckt da noch in den Kinderschuhen. Dort angekommen, motiviert Dominic die ansässigen Brands mit Verkaufstraining, dem Sinn und Nutzen von Verkaufskennzahlen und dem Einsatz des sogenannten 

Visual Merchandising. Das Visual Merchandising steckt da in der Retail Szene selbst noch in den Kinderschuhen. Wo sich damals 12 Stores befanden, sind es heute über 100. 

Während seiner 6-jährigen Laufbahn als Visual Merchandiser und Retail Manager, baut er die Retail Academy mit auf, trainiert und motiviert Store Manager und Modeberater im Ingolstadt und Wertheim Village mit ihren jeweils über 100 Boutiquen. Die positive Energie treibt ihn an und er doziert auf der THI im Studiengang International Retail Management zum Thema „Improve Brand Performance“. 

Jetzt fehlen ihm nur noch die internationalen Flächen. Das Angebot aus München bei Armani passt. Als Regional Retail Manager North Europe lernt er die notwendigen Grundlagen in einem internationalen Kontext kennen. Und auch die harten Seiten der Branche. Kündigung, Leistungsdruck, renditenorientierter Verkaufs- und Konsolidierungsdruck. Es geht vordergründig nur noch um die Funktion und nicht mehr um den Menschen. Er kann den Großteil der Entscheidungen nicht mehr vor seinem Team vertreten. Den daraus entstandenen Seelendruck will er nicht mehr verbergen. Trotz Familie und Verpflichtungen kündigt er. Er muss. Vieles, ja fast alles schafft er. Eine unechte Fassade aufrecht erhalten gehört nicht dazu. Keine vier Wochen später erhält er das Angebot des Karl Lagerfeld Labels. Die hatten zwar eine Ahnung davon, wie man ein 

Outlet Retail Business aufzieht, aber nicht den geeigneten Menschen für die Umsetzung. Dominic nimmt unter der Bedingung an, nicht nur Energie in das Business, sondern zu gleichen Teilen auch in das Team und sich selbst stecken zu können. 

 

Dominic hat aus seiner Vogelperspektive mit Scharfblick immer ganz klar die Bedürfnisse der Zeit und der Menschen gesehen. Wir alle wollen geliebt werden und wünschen uns, dass die verrückten Herzen wieder richtig sitzen. Dominics Großmutter war der unverrückbare Baum der Familie. Der Wipfel bot Weitblick und die Wurzeln Bodenständigkeit. Der Enkel hat daraus seine eigene Rezeptur gemixt, mit der er jetzt die Welt aufmischt.

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